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Teil 2 -
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(W.
R., Okt. 2011) Nachdem der genaue Ansatzpunkt
für das Lichtloch feststand, wurde es in der 8. Woche des Quartals
Luciae 1777 (Sommerquartal) angeschlagen. Im Protokoll der 10. Woche
des gleichen Quartals werden nähere Angaben darüber gemacht,
welche Arbeiten in der 8. Woche ausgeführt wurden. |
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Danach
wurde der Gang freigelegt und im Gaipel wurde die Zimmerung in Ordnung
gebracht. Weiter wird in dem Protokoll erkennbar, dass noch Verzögerungen
aufgetreten sind, welche die Abteufarbeiten nur schleppend haben anlaufen
lassen. Weiter bestanden noch Schwierigkeiten bei der Aufräumung des
Pelikaner Orts und auch beim Bau der Kunstanlage lief nicht alles wie vorgesehen
ab. Über den genauen Auffahrungsablauf wurde vom Verfasser eine
Skizze (Bild 5)
erstellt, die auf auffahrungsrelevante Anlagepunkte verweist. Als
Grundlage für die Skizzenerstellung sind verschiedene Bezugsquellen
herangezogen worden, die in der Skizze aus dem Quellennachweis entnommen
werden können.
Das
Lichtloch hat ab der Tagesoberfläche einen rechteckigen Querschnitt
von 16m². Oberhalb des Pelikaner Suchorts erfolgt eine Querschnittsveränderung
auf 10m², die bis zum Lichtlochtiefsten unverändert bestehen
bleibt. (siehe Skizze).
Das Lichtloch wurde im Gang aufgefahren, der hier ein Einfallen (Neigung)
von 77 Grad hat. Im unteren Bereich musste der Gang allerdings verlassen
werden, weil das Gangeinfallen sich verändert hat und die Generalrichtung
des Lichtlochs mit 77 Grad nicht verändert werden durfte, um den Zielpunkt
zu erreichen (Tiefer Georg-Stollen). Diese Veränderung hatte
den Nachteil, dass jetzt härteres Gestein durchörtert werden
musste.
Weil
die von der Tagesoberfläche zutretenden Wasser Schwierigkeiten bei
den Abteufarbeiten bringen würde, wurde schon in ca. 10 m Teufe eine
Rösche (Stollen für Wasserabführung) angesetzt. Eine
weitere Maßnahme zur Abführung von zufließendem Wasser
war, nachdem das Lichtloch von zwei Punkten aus in Auffahrung stand (von
der Tagesoberfläche und vom Pelikaner Ort aus), das zwischen
beiden Angriffspunkten über ein Bohrloch eine Verbindung geschaffen
wurde, über die Wasser abgeführt werden konnte. Durch diese Maßnahme
war bis zum Niveau des Pelikaner Suchorts keine maschinelle Einrichtung
(Pumpeinrichtung) erforderlich. Im Quartal Nr. 3 Crucis von 1779
wird vermerkt, dass das Lichloch bis zum Pelikaner Ort durchschlägig
ist. |
Nachdem nach dem Protokoll Nr. 7 des Quartals Luciae von 1780 das Lichtloch
22 Lachter unterhalb des Pelikaner Lichtlochs abgeteuft war, wurde drei
Wochen später mitgeteilt, dass die Treib- und Wasserkunst fertig ist
und das mit der Wasserförderung begonnen werden kann.
In
Protokollen von 1779 wird berichtet, dass der alte Silbern Aaler Graben
wieder für die Kehr-und Wasserkunst aufgemacht und um 80 Ruthen
(1 Ruthe rd. 4,65m) bis zu den Radstuben verlängert wird. Die
hier angesprochenen Radstuben befanden sich in der Nähe des Haus Hackelberger
Schachts (Lage, siehe Bericht Vormonat,
Bild 4 und Bild 6 in diesem Bericht )
Nach
einer Bauzeit von sieben Jahren und 37 Wochen war das Lichtloch fertiggestellt.
Von den Lichtlöchern des Tiefen Georg-Stollens ist das 3. mit rd.
220m das tiefste von sechs Lichtlöchern.
Ein
abgerundetes Bild über die Tagesanlagen am 3. Lichtloch vermittelt
das Bild 6. Bei dieser Zeichnung handelt es sich um einen Ausschnitt aus
der Kurhannoverschen Landesaufnahme, Blatt Osterode, aus dem Jahr 1784.
Auffallend am Kopfpunkt des Lichtlochs ist eine freie Fläche zu erkennen,
die heute noch als Wiesenfläche vorhanden ist. Von den einstmals acht
Gebäuden ist seit 1844 kein Gebäude mehr vorhanden.
In einer Archivakte des Bergarchivs Clausthal mit dem Titel „Das vormalige
Zechenhaus auf dem Bauersberg“, beginnend ab 1844, wird berichtet, dass
das Zechenhaus baufällig ist, denn in dem Haus sind die Schwellen,
Balken und Sparren faul. Diese Aussage wurde getroffen, weil der Bergmann
August Kaiser aus Grund ein Gesuch an das Bergamt zu Clausthal gerichtet
und um eine kleine, freie Wohnung gebeten hat. Nach einem Bericht des Oberhütten-Inspektors
Bartels, an das Bergamt, sollte das Gesuch jedoch abschlägig beantwortet
werden.
Um
das ehemalige übertägige Umfeld des 3. Lichtlochs heute noch
besser einschätzen zu können, wurden im Bild 6 wichtige Bezugspunkte
sowie Gebäude eingetragen. Bleibt abschließend festzuhalten,
dass sich an diesem Lichtloch doch einiges abgespielt hat.
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